Mittwoch, 6. November 2013

Rezension | Das Geschenk der Wölfe - Anne Rice

Heute gibts eine vernichtende Kritik von mir zu einem Buch, das ich so schlecht fand, dass ich es sogar abgebrochen habe.Es geht um "Das Geschenk der Wölfe" von Anne Rice.



Zur Geschichte:
Reuben, ein 23jähriger Journalist, der im Herzen eher Poet und Lyriker ist, möchte über ein altes Herrenhaus an der kalifornischen Küste schreiben und verliebt sich dabei in die wohl etwas ältere Merchant, die ihn nicht wie der Rest der Welt als 'Sunnyboy' sieht. Die beiden haben ein Tächtelmächtel, kurz darauf wird Merchant umgebracht und Reuben gebissen. Ab da trägt er das Werwolf-Gen in sich und beginnt sich zu verwandeln. Er kann das Böse in Menschen spüren und nutzt dieses Gen, um Mörder und Vergewaltiger zur Strecke zu bringen. Außerdem kauft er das alte Herrenhaus, denn ermöchte alles über Merchants verschwundenen Onkel Felix Niedeck herausfinden. Und er vermutet, er ist nicht der einzige Wolfsmensch in dem dunklen, alten Wald..

Meine Meinung:
Ich bin kaum in dieses Buch hineingekommen, schon die ersten 50 Seiten waren eine Qual. Endlose Landschaftsbeschreibungen, ausgebreitete Gedankengänge auf gefühlten 10.000 Seiten, absolut kein Spannungsbogen. Anne Rice' Schreibstil ist so unglaublich zäh und langatmig, dass ich um jede Seite kämpfen musste. Da ich dem Buch aber eine Chance geben wollte, habe ich mich gezwungen weiterzulesen. Kurzzeitig, mit Reubens Verwandlung, wurde es etwas besser, wobei ich es schon da befremdlich fand, dass er seine Verwandlung beinahe als Orgasmus wahrnahm und sich sein Glied ständig versteifte (so wird es direkt im Buch beschrieben). In der Hoffnung auf Besserung habe ich mich bis zur 200. Seite gekämpft, aber ab da war entgültig Schluss. Reuben in Wolfsgestalt spaziert pfeifend durch einen Wald, nachdem er drei Entführer zerfetzt und sich an deren Eingeweiden gelabt hat, sieht auf einer Veranda eine junge Frau mit Laterne stehen und geht zu ihr. Sie hat natürlich keine Furcht obgleich der haarigen, blutverschmierten Bestie, lässt sich von ihm tragen, umklammert seinen Hals - und dann ficken sie. Ähh ja, nee ist klar. Geht es irgendwie noch unglaubwürdiger? Eine Frau lässt sich von einem behaarten Dödel verführen, küsst einem Werwolf auf die Schnauze und streichelt seine Zähne? Das ist das lächerlichste, dämlichste und beknackteste, das ich je gelesen habe. Wortlaut aus dem Buch: "Mensch und Tier hatten wunderbar zusammengearbeitet, um sich ein Maximum an Lust zu verschaffen". Ekelhaft. Das grenzt für mich an Sodomie. Ich weiß nicht, was die Autorin sich da zusammenspinnt und welche Gelüste sie gern auslebt, aber Anne Rice hat für mich damit echt den Vogel abgeschossen.

Meine Wertung:


Zwei Erdbeeren bekommt dieses Buch nur, weil ich es auf Seite 219 abgebrochen habe und es sein kann, dass es danach eventuell noch besser wird. Aber das will ich nicht mehr wissen. Das Buch hat keinen Spannungsbogen, keine Cliffhanger, die Charaktere sind langweilig und catchen eine  als Leser überhaupt nicht, es ist unglaublig langatmig, weil jeder Furz, jedes noch so kleine Staubkorn auf 20 Seiten beschrieben wird und für mich war es eine Qual, zu lesen.

Kennt ihr das Buch, habt ihr es bereits gelesen?

Liebe Grüße

Erdbeerliese

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