Donnerstag, 24. Oktober 2013

Buchtipp & Rezension | Bob, der Streuner - James Bowen

Die Tage werden kürzer, kühler und dunkler. Deswegen möchte ich euch ein Buch ans Herz legen, das eben dieses erwärmen wird.

Bob, der Streuner - Die Katze, die mein Leben veränderte.

Die wahre Geschichte von James Bowen und Kater Bob.

Erschienen ist es im Bastei Lübbe Verlag und kostet 8,99€ bei Amazon.



Inhalt
James Bowen ist ein Straßenmusiker, der über Jahre hinweg obdachlos war und nun in einer Sozialwohnung lebt. Nach 10 Jahren der Drogensucht versucht er gerade, sein Leben in den Griff zu bekommen und hält sich mit den Einnahmen seiner Musik Tag für Tag über Wasser. Täglich spielt er im Covent Garden in London und meist läuft es mehr schlecht als recht. Wofür es sich zu leben lohnt? Das lässt sich für James an zwei Fingern abzählen. Nachdem er eines abends nachhause kommt, entdeckt er im Finsteren eine Katze zusammengekauert auf einer Fußmatte im Treppenhaus. Das ist Bob. Nachdem Bob auch am nächsten Tag noch dort kauert, sichtbar verletzt ist und niemandem zu gehören scheint, nimmt James sich ihm an und versorgt ihn in seiner Wohnung. Bob ist schwach, hungrig und in einem schlechten Zustand. James bringt ihn zum Tierarzt und gibt seine gesamten Tageseinnahmen, bestehend aus 30 Pfund, für Futte rund Medikamente aus. Eigentlich war der Plan, den Kater nach Genesung wieder frei zu lassen, doch Bob durchkreuzt diesen Plan, indem er einfach nicht mehr gehen will. Er folgt James auf Schritt und Tritt, sogar bis zur großen Kreuzung, die er überqueren muss, um zu seinem Platz im Covent Garden zu kommen. Ab da begreift James, dass Bob und er zusammen gehören und es entwickelt sich eine unzertrennliche Freundschaft. Die beiden ziehen zusammen durch London, Bob an der Leine oder auf James' Schultern und durchleben einige Komplikationen. Doch mit Bob an seiner Seite fühlt sich James endlich dazu in der Lage, sein Leben zu regeln, die Drogen komplett abzusetzen, der Kater gibt seinem Dasein einen Sinn und zusammen werden beide weit über die Londoner Grenzen hinaus bekannt.

Meine Meinung
Bob, der Streuner ist definitiv nicht nur ein Buch für Tier- oder Katzenfans. Es ist ein tiefgründiges Buch, das ungeschönt die Geschichte und das Schicksal eines Menschen erzählt, der durch viele Umstände auf die schiefe Bahn geriet und dessen Leben sich in einer Abwärtsspirale befand. James beschreibt seine Obdachlosigkeit, seine Drogensucht, den Entzug und auch die Haltung der Gesellschaft ihm gegenüber. Das Buch führt vor Augen, wie wir Menschen behandeln, denen es nicht so wohl ergeht wie uns. James beschreibt seine Unsichtbarkeit, die Verachtung und die Gleichgültigkeit, die ihm entgegengebracht wird. Das fällt vor allem auf, wenn er beschreibt, wie die Menschen auf ihn reagieren, wenn er mit Bob unterwegs ist und wie es ist, wenn er allein auf die Straße geht. Auf der anderen Seite demonstriert die Geschichte aber auch den Wert einer Freundschaft zwischen Mensch und Tier. Das Buch handelt von Vertrauen und bedingungsloser Loyalität. James, der sowieso kaum etwas hat, opfert sein letztes Geld, um einem verletzten Wesen zu helfen. Die beiden haben sich gegenseitig das Leben gerettet, so kann man es sagen. Es ist eine wunderschöne und vorallem reale Geschichte zweier Lebewesen, die sich nicht gesucht, aber gefunden haben.

Alles in allem hat dieses Buch vier volle Erdbeeren verdient.


Ich kann euch nur ans Herz legen, euch ein paar Videos der beiden auf YouTube anzusehen, es ist einfach toll ♥



Besucht doch auch mal die Facebook Seite von James&Bob, da gibts viele tolle Bilder der beiden und ihren Abenteuern.

Habt ihr das Buch schon gelesen?

Liebe Grüße

Erdbeerliese

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